• Erfolgreiche Erfüllung der ersten 8 Jahre der allgemeinen Schulpflicht.
  • Ablegen der Eignungsprüfung

Eignungsvoraussetzungen:
Der Beruf der Kindergartenpädagogin/ des Elementarpädagogen braucht grundsätzlich Liebe und Verständnis für das Wesen des Kindes, vor allem Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse der verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen. Neben ganzheitlicher Intelligenz sind eine stabile und psychisch belastbare Persönlichkeit, Geduld und Stressresistenz, Selbstbeherrschung und Selbstkontrolle für die Ausübung dieses Berufes unbedingt erforderlich. Die Ausrichtung auf gezielte ganzheitliche Förderung des Kindes erfordert ein entsprechendes fachliches Wissen, damit ein zeitgemäß methodisch-didaktisches Konzept selbstständig erarbeitet werden kann. Für die Ausführung der schriftlichen Dokumentationen sind Fachwissen, Phantasie und Spontaneität wichtig. Die Bereitschaft, sich fachlich weiterzubilden (Fachliteratur, Fortbildungsveranstaltungen), sollte vorhanden sein. Das Leben einer Bildungspartnerschaft (Kind und Erwachsene) in der Kindergartenarbeit erfordert professionelles Handeln, damit das Kind bestmöglichste Bildung  in allen Bildungsbereichen erfährt.

Eignungsprüfung Bakip – Was geschieht da, was muss ich können?
Voraussetzung für die Aufnahme an der BAKIP ist eine bestandene Eigungsprüfung in allen vier Teilbereichen. Die Eignungsprüfung ist eine praktische Prüfung. Sie dient zur Feststellung, ob die Bewerberin/ der Bewerber für die künftigen Anforderungen der Ausbildung bzw. der zu vermittelnden berufsspezifischen Ausbildungsinhalte geeignet ist. 
Nach verbindlicher Anmeldung erhält die Bewerberin/ der Bewerber rechtzeitig genaue Informationen, wie er/sie sich vorbereiten kann und was er/sie mitbringen muss.

Die 4 Teilbereiche umfassen:

1. Musikalische Bildbarkeit:
Überprüft wird die musikalische Bildungsfähigkeit, beispielsweise die Fähigkeiten zum Erfassen und Nachvollziehen von Rhythmen, Intervallen und Melodien;  Höraufgaben.
Beurteilungskriterien:

  • Nachklatschen von Rhythmen
  • Rhythmische Selbstbegleitung
  • Weiters werden die körperlichen Voraussetzungen zum Erlernen der Instrumente überprüft
  • Vorkenntnisse bzw. das Beherrschen eines Instrumentes ist KEINE Voraussetzung für die Aufnahme.

2. Fähigkeit zum schöpferischen Gestalten:
Bildnerische Erziehung - Werkerziehung
Überprüft werden kreativ-gestalterische Fähigkeiten, beispielsweise das Erfassen von Aufgabenstellungen; Originalität und Experimentierfreudigkeit; Wiedergeben von Proportionen, Formen, Farbtönen, Strukturen; Farb- und Formgefühl; das plastisch – räumliche Vorstellungsvermögen, das Erkennen und Umsetzen von Proportionen; Kreativität
Beurteilungskriterien: 

  • Kreatives Potential
  • Originalität des Ausdrucks
  • Experimentierfreudigkeit
  • Plastisch, räumliches Vorstellungsvermögen
  • Handwerkliches Geschick
  • Erfassen formaler Zusammenhänge
  • Differenzierung der bildnerischen Mittel (Erkennen und Wiedergeben von Proportionen, Strukturen, Formen, Farbtönen, Hell-Dunkelabstufungen...)

3. Körperliche Gewandtheit und Belastbarkeit:
Bei dieser Teilprüfung testen wir in ca. 20 Minuten die motorische Fähigkeit, einfache Bewegungen schnell und effektiv unter verschiedenen Bedingungen auszuführen. Überprüfung von motorischen Grundeigenschaften, Ausdauer, Geschicklichkeit, Gewandtheit, Gleichgewicht), durch standardisierte Tests , Koordination und Rhythmik.
Beurteilungskriterien: 

  • Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit
  • Koordination, Gleichgewicht, Rhythmusgefühl, Orientierungsfähigkeit
  • Fertigkeiten wie Werfen, Fangen, Rolle vorwärts
  • Sozialkompetenz

Zur Feststellung der körperlichen Eignung wird außerdem eine schulärztliche Untersuchung durchgeführt.
Gesundheitliche Eignung
Feststellung durch die Schulärztin:
Grundlage ist der ausgefüllte Gesundheitsfragebogen (bei der Anmeldung abzugeben).
Erhoben werden Infektionskrankheiten, chronische Erkrankungen, Impfungen, Operationen, Seh-, Hör-, Sprach- und Stimmfehler und deren Behebbarkeit, sowie die Fähigkeit zum Springen, Schwimmen, Tauchen und Schifahren.

4. Soziale Kontakt- und verbale Kommunikationsfähigkeit:
Überprüft werden die sprachlichen und kommunikativen Voraussetzungen, beispielsweise die Fähigkeit, konstruktive Gespräche zu führen; sich situationsadäquat zu verhalten; sich klar und verständlich auszudrücken; auf Gesprächspartnerinnen/ Gesprächspartner einzugehen etc.  Sinnerfassendes Lesen, Textzusammenfassungen und –reflexionen.
Beurteilungskriterien:

  • Kontakt- und Beziehungsfähigkeit
  • Blickkontakt
  • Ausdrucksfähigkeit, Wortwahl
  • Aussprache und Intonation
  • Textverständnis
  • Kooperationsvermögen
  • Spontaneität
  • Einfühlungsvermögen
  • Kreativität

 

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